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Was ist von der Tokenisierung des Immobilienmarktes zu erwarten

Die Tokenisierung des Immobilienmarktes ist ein Thema, das man immer häufiger in der Branche hört. Vor allem in den USA und in Japan sind die Erwartung an diese neue Technologie sehr hoch. Doch auch in Deutschland hat die Bauwens Gruppe bereits in die neue Technologie investiert. Was ist also von der neuen Technik zu erwarten?

Was versteht man unter Tokenisierung?

Im Englischen spricht man von ‚real estate tokenization‘, also der Tokenisierung des Immobilienmarktes. Sie findet dann statt, wenn der Besitz von Immobilien durch Token festgehalten wird. Konkret geht es um Security Tokens. Sie sind eine Anwendung von Kryptowährungen auf die real existierende Wirtschaft. Letzten Endes sind es also digitale Repräsentationen, die echte Assets, Verträge und Finanzprodukte repräsentieren. Sie werden jedoch anders als jene gesetzlich reguliert und ihr Handel wird von den jeweiligen Finanzaufsichtsbehörden beaufsichtigt. Es ist eine digitale Repräsentation eines jeweiligen Vertrages. Es kann viele Dinge repräsentieren: Besitz, Eigentum oder auch Beteiligung an einer Gesellschaft, der Immobilien gehören und noch mehr. Im Grunde ist ein Token so vielfältig wie ein Immobilienfond – mit dem entscheidenden Unterschied, dass Token in vieler Hinsicht flexibler sind und mit weniger Gebühren veranschlagt werden.  Die Technik befindet sich jedoch noch in Kinderschuhen und muss noch einen weiten Weg gehen, um alltagstauglich zu werden.

Hier sind die Vorteile von Security Tokens:

  1. Potentiell ermöglichen sie eine nie da gewesene Liquidität. Token können ohne Mittelsmann verschickt werden, ähnlich wie eine E-Mail oder eine Instant-Nachricht. Allerdings hängt dies stark von der Adaption ab – und wann und ob diese eintrifft, ist schwer vorhersehbar.
  2. Sie können den Markt für viele Kleinanleger öffnen. Die Tokens erlauben es Besitzverhältnisse zu fraktionalisieren. So kann man in Form des Tokens theoretisch den Bruchteil eines Hauses besitzen, ähnlich wie bei Aktien und ihren Unternehmen.
  3. Token-Interaktionen werden auf einer Blockchain gespeichert. Dritte Parteien fallen dadurch weg. Es gibt also zumindest in dieser Hinsicht weniger Bürokratie und deutlich weniger Gebühren.
  4. Durch Security Tokens werden Assets programmierbar. So können beispielsweise automatische Aktionen bei Eintritt bestimmter Bedingungen programmiert werden. Generiert ein Token Cashflow, so kann dieser beispielsweise regelmäßig ausgezahlt werden.

Und hier was gegen Security Tokens spricht:

1. Da die Technologie noch relativ neu ist, sind Sicherheitsstandards und natürlich auch der Umgang mit der Technologie noch nicht sehr  ausgereift und bekannt. Es muss noch viel ausprobiert und getüftelt werden, bevor die Technologie wirklich marktreif ist.

2. Derzeit ist die Gesetzgebung bestenfalls lückenhaft. In Deutschland wurde zwar erst im September die Blockchain-Strategie der Bundesregierung veröffentlicht. Doch inhaltlich zeichnet diese selbst ab, wie viel noch getan werden muss, um Deutschland fit für die Token-Wirtschaft zu machen. Derzeit gleichen die Token-Märkte jedoch noch einem Casino.

3. Hacker sind noch immer ein Problem, wenn es um Geldflüsse im Internet geht. Das ist bei digitalen Assets natürlich erst recht der Fall. Eine Blockchain ist in der Regel sicher, aber alle Anwendungen, Wallets etc., mit denen Security Tokens gehandelt und verwahrt werden, sind es nicht unbedingt. Wer unvorsichtig ist, setzt also viel Geld aufs Spiel.

Fazit:

Noch ist es zu früh, um sagen zu können, ob sich die Tokenisierung tatsächlich durchsetzen wird. Möglich ist nämlich auch, dass sich andere Systeme, die nicht auf einer Blockchain beruhen, durchsetzen werden. Fest steht, dass auch in Deutschland bereits von Institutionen mit viel Kapital in diese Technologie investiert wird. Die Vorteile sind überzeugend, aber die Technik bräuchte sicherlich noch einige Jahre, um reif für den Normalverbraucher zu sein.

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