Springer Nature strebt an die Börse

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Springer Nature strebt an die Börse

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Springer Nature, eine der wohl bekanntesten Verlagsgruppen der Welt, gehört Verleger Stefan von Holtzbrinck (53 Prozent), der mit Finanzinvestor BC Partners (47 Prozent) nun den Börsensprung plant. Nach der DWS, der Vermögensverwaltung der Deutschen Bank, und Healthineers, der Siemens Tochter, steht der Frankfurter Börse nun also eine weitere große Emission bevor.

Springer Nature will Schuldenberg abbauen

Springer Nature, ein Wissenschaftsverlag, der etwa das Magazin „Nature“ verlegt, wird schon seit längerer Zeit als Börsenkandidat gehandelt. Nun planen die Eigentümer Holtzbrinck Publishing Group und BC Partners den Börsengang. Der Erlös, spekuliert wird mit rund 1,2 Milliarden Euro, soll in weiterer Folge den Schuldenabbau vorantreiben. Aktuell beträgt der Schuldenberg 3 Milliarden Euro – eine Reduktion auf 2 Milliarden Euro wäre also durchaus realistisch. Die Holtzbrinck Publishing Group gab zudem auch bekannt, sich nicht von den Anteilen trennen zu werden – man möchte also der langfristige Gesellschafter bleiben.

Börsengang soll 1,2 Milliarden Euro bringen

Der bevorzugte Ausstiegsweg sei der IPO – die Planung begann bereits vor drei Jahren. Damals fusionierten die Unternehmen Macmillan Science und Springer Science – in weiterer Folge entstand Springer Nature. „Der Zeitpunkt, die Eigentümerverhältnisse zu verändern, ist gekommen“, so Ewald Walgenbach, der Deutschland-Chef von BC Partners. „Einerseits stimmen die Unternehmenszahlen, andererseits konnte die Integration fast zur Gänze abgeschlossen werden. Zudem ist das Führungsteam großartig.“

Springer Nature, einer der bekanntesten Fachverlage der Welt, hat mit „Nature“ eines der wohl renommiertesten Wirtschaftsmagazine im Portfolio. Neben „Nature“ vertreibt der Verlag auch zahlreiche namhafte Marken – so etwa „Springer Gabler“, „Macmillan Education“ oder auch die „Nature Publishing Group“. In den letzten Jahren hat sich jedoch immer wieder gezeigt, dass die Eigentümerverhältnisse durchaus volatil waren – schlussendlich ist BC Partners bereits der dritte Macmillan Education-Finanzinvestor. „Mit Holtzbrinck haben wir aber einen stabilen und auch langfristigen Ankerinvestor an unserer Seite“, so Walgenbach. „Auch wenn die Kapitalerhöhung unseren Anteil zu Beginn verwässert, so haben wir keinesfalls die Absicht, dass wir unsere Aktien verkaufen werden.“

Der BC-Ausstieg soll daher langfristig erfolgen. „Wir planen mit einem Ausstieg innerhalb der nächsten zwei Jahre. Das oberste Ziel lautet, dass wir durch die Investoren frisches Geld bekommen, sodass wir die Schulden verringern können. Unternehmen, die sich im Besitz von Finanzinvestoren befinden, haben in der Regel immer mehr Schulden bei einem niedrigeren Eigenkapital. Mit einem Börsengang könnten wir das Eigenkapital jedoch stärken und die Verbindlichkeiten somit reduzieren“, so Holtzbrinck. Warum Springer Nature Anleger anlocken soll? „Unser Wachstum ist stabil.“ Springer Nature will in den kommenden Jahren aber ein noch höheres Wachstum erreichen. In erster Linie werde eine höhere Taktung der Veröffentlichungen geplant. „Heute dauert die Überprüfung eines Artikels mehrere Monate. Dieses Zeitfenster muss verkürzt werden“, so Walgenbach. Derzeit kümmern sich um die 3.000 Mitarbeiter – das ist ein Drittel der Belegschaft – um die Überprüfung der Qualität der eingereichten Fachbeiträge. „Am Ende werden um die 90 Prozent abgelehnt“, so Holtzbrinck. Noch gibt es aber keine konkreten Pläne, wie man das Zeitfenster verkürzen soll.

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„Die Zeit“ bleibt privat

„Auch die Digitalisierung konnten wir bereits weitgehend abschließen“, so Walgenbach. „Auch wenn die Publikationen noch immer als Zeitschriften oder Journale bezeichnet werden, so ist de facto aber fast alles elektronisch.“ 90 Prozent des Jahresumsatzes würden auf Journale entfallen, rund 50 Prozent des Buchumsatzes werden aber bereits digital erwirtschaftet. Ob auch das restliche Geschäft für den Kapitalmarkt geöffnet werden wird? „Nein, das können wir zu 100 Prozent ausschließen“, so Holtzbrinck. „Wir haben damals ganz bewusst gesagt, dass die Sparte Bildung und Wirtschaft, die im globalen Wettbeweg agiert und ausgesprochen viel Geld in den Bereich Technologie investiert, nur in eine größere Einheit eingebracht werden kann. Die Buchsparte, also die andere Hälfte, der Collegeverlag in den Vereinigten Staaten, die Wochenzeitung ‚Die Zeit‘ und auch ‚Holtzbrinck Digital‘ bleiben daher definitiv privat.“

Disclaimer: The content was provided by Murray LeClair, freelance writer

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