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Als Immobilienmakler habe ich den Anspruch, meine Kunden genauso zu bedienen, wie ich das erwarten würde. Dazu gehört ein umfassender Service, vor und nach dem Vermittlungsauftrag, eine exzellente Beratung ohne überzogene Versprechen und nicht zuletzt eine klare Transparenz der Abläufe." 

Marco Feindler
Geschäftsführer / Gesellschafter

Lagebeschreibung von Karlsruhe Mühlburg

Mühlburg, eine ehemals eigenständige Stadt, ist heute ein Stadtteil im Westen von Karlsruhe und liegt am Fluss Alb. Am westlichen Ende wird der Stadtteil vom Rheinhafen Karlsruhe begrenzt, der auch zur Gemarkung Mühlburg gehört. Im Osten schließt Mühlburg im fließenden Übergang an die Karlsruher Weststadt an. Mühlburg ist neben dem noch älteren Durlach das zweite Nebenzentrum (so genanntes B-Zentrum) der Stadt Karlsruhe mit regem Geschäftsleben und vielen Einkaufsmöglichkeiten. Der regionale Neckname der Bewohner ist Millichseihle (Milchschweinchen).

Der Ort wurde im Jahre 1248 erstmals als Mulenberc urkundlich erwähnt. Die erste Erwähnung einer Burg Mulnberg findet sich um 1258, als deren Besitzer Markgraf Rudolf I. von Baden 1265 genannt wird. 1274 wurden Mühlburg, Grötzingen, Durlach sowie andere Orte durch den römisch-deutschen König Rudolf I. von Habsburg besetzt. 1670 erhielt die Gemeinde Mühlburg das Stadtrecht. Es wurde ein „Freiheitsbrief“ ausgestellt, wie wenige Jahre später für Karlsruhe, der die Ansiedlung von Handwerkern und anderen Neu-Bürgern fördern sollte. Der badische Markgraf plante den weiteren Ausbau der Stadt, der allerdings nur schleppend verlief. 1689 war für die Stadt ein schwarzes Jahr: Im Pfälzischen Erbfolgekrieg wurde neben vielen anderen badischen Städten auch die Stadt Mühlburg sowie das herrschaftliche Wasserschloss durch französischen Truppen zerstört. Die vom französischen „Sonnenkönig“ Ludwig XIV. ausgegebene Losung „Ruinez les pays de Bade“ wird mit aller Härte umgesetzt. Das Schloss wurde nicht wieder aufgebaut. Die Steine des Schlosses Mühlburg wurden größtenteils zum Bau des Karlsruher Schlosses verwendet. Durch die neue Stadt Karlsruhe in unmittelbarer Nähe verlor Mühlburg wie die alte Residenz Durlach in den nächsten Jahrzehnten sukzessive an Bedeutung. 1886 wurde die Stadt Mühlburg schließlich mit 4100 Einwohnern und einer Fläche von 210 Hektar nach Karlsruhe eingemeindet. Die Gemarkungsgrenzen von Mühlburg wurden danach stark verschoben. So verlor Mühlburg ein großes Gebiet an die wachsende Karlsruher Weststadt und ein Stück an Grünwinkel, bekam dafür aber das gesamte Gebiet des späteren Rheinhafens von den alten, ebenfalls eingemeindeten Fischerdörfern Daxlanden und Knielingen und gewann somit den Zugang zum Rhein. In feierlicher Zeremonie wurde 1901 in Mühlburg der Rheinhafen Karlsruhe unter Anwesenheit des Großherzog Friedrich I. von Baden eröffnet. 1998 feierte Mühlburg 750 Jahre urkundliche Ersterwähnung.

Zu der Zeit, als der Rhein noch ein wilder, unbegradigter Fluss war und die Graureiher über den sumpfigen Auwäldern ihre Bahnen zogen, stand eine Burg am Hochgestade des Rheines. Diese stand dort, wo auch seit alten Tagen eine Römerstraße den Fluss Alb überquerte. Die Markgrafen von Baden hatten diese Burg errichtet, um vermutlich an dieser Stelle Zoll zu erheben. 1248 taucht für den Ort zum ersten Mal der Name Mulenberc auf, heute kann man nicht mehr feststellen, was eigentlich zuerst da war - die Burg oder die namengebende Mühle. Eine Kaplanei hat der Markgraf 1488 in der dortigen Schlosskapelle eingerichtet. Hier fanden nun wohl die ersten Gottesdienste in Mühlburg statt. Mühlburg selbst war zu dieser Zeit lediglich ein Burgflecken mit Zollhaus, Mühle und „Dubadurn“, wahrscheinlich der Taubenturm, der die Schlossküche mit Taubeneiern und jungen Vögeln versorgte. Der Vogelfänger hat sicher auch den bereits 1475 erwähnten „Entenfang“ betreut, eine Vorrichtung, in der Wildenten gefangen werden konnten. Um das Jahr 1530 wurde das Schloss standesgemäß ausgebaut, in dem die Markgrafen zeitweilig residierten. 1565 wurde es als Sommerresidenz von Markgraf Karl II. von Baden-Durlach gewählt und nochmals erweitert und umgebaut. Doch die Zeiten waren unruhig. 1622 wurde das Schloss im Dreißigjährigen Krieg niedergebrannt. Als endlich Friede einkehrte, wurde das Schloss großzügig wieder aufgebaut. Der Markgraf plante nun die Gründung einer Stadt, gewaltige Straßenpläne wurden gezeichnet. Und der Markgraf versprach: „Wenn 40 bis 50 Haushaltungen da sind, so wollen wir bezüglich Kirche, Rat-, Kauf- und andere Stadthäuser ein gnädiges Gemüt verspüren lassen.“ Trotz großzügiger Zusicherung von Gewerbe- und Religionsfreiheit stagnierte der Wachstum der Stadt. Schon im Jahre 1689 wurde im Pfälzischen Erbfolgekrieg auch das gerade neuerbaute Schloss wieder zerstört. Diesmal wurde es nicht wieder aufgebaut. Aus seinen Trümmern wurden 25 Jahre später Teile des Karlsruher Schlosses errichtet. Vermutungen zufolge wäre Mühlburg bei einem anderen Geschichtsverlauf möglicherweise Hauptstadt des späteren Großherzogtums Baden geworden. Doch soweit kam es bekanntlich nicht. Die wenigen Mühlburger mussten nach der Zerstörung des Schlosses 21 Jahre lang nach Knielingen zur Kirche wandern. In heutiger Zeit sind von Burg bzw. Schloss und der Mühle (Letztere wurde 1942 abgerissen, heute Stadtteilbibliothek und Polizeiposten) keine Spuren mehr erhalten. Außer einer Erinnerungstafel am Entenfang in Mühlburg erinnert nichts mehr an das prächtige Wasserschloss und die damalige Bedeutung von Mühlburg.

Mühlburg verfügt über einen Bahnhof an der Bahnstrecke Winden–Karlsruhe.

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