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Der Immobilienkauf – Schutz gegen Inflation

Der Immobilienkauf - Schutz gegen Inflation

Derzeit fließt viel Kapital in die Realwirtschaft. Experten gehen davon aus, dass dies mittelfristig die Geldentwertung erhöhen wird. Schutz vor der Inflation sind vor allem Immobilien, Aktien und Gold.

Aktien

Aktien sind wieder sehr teuer geworden. Der Dax ist immerhin wieder seit seinem Tief Mitte März um rund 50% gestiegen. Nicht so rasant ging es bei Gold zu. Seit dem letzten Tief des Edelmetalls ist es aber immerhin um rund 16% gestiegen. Es stellt sich die Frage, ob Immobilien kein besseres reales Gut sind.
Außerdem können diese jetzt sehr günstig finanziert werden. Die aktuelle Rendite beträgt minus 0,4%. Dies sind gute Nachrichten für diejenigen, die eine Hypothek wollen. Weil ihre Zinssätze indirekt von der Rendite von Bundesanleihen abhängen.

Immobilien

Immobilien gelten grundsätzlich als wirksamer Inflationsschutz. Es ist denkbar, dass die Preise mittelfristig wieder steigen werden, da die Zentralbank und die Staaten große Geldmengen in ihre Volkswirtschaften stecken.
Ob dies auch für Betongold gilt, ist derzeit fraglich. Einerseits kann die Nachfrage kurzfristig nachlassen. Diejenigen, die gerade in Kurzarbeit geschickt wurden oder sich sogar um ihren Job sorgen müssen, werden sicherlich nicht die ersten sein, die über einen Immobilienkauf nachdenken.

Bundesanleihen

Andererseits werden bis 2025 ca. 800 Milliarden Bundesanleihen fällig. Wenn nur ein kleiner Prozentsatz der Anleger von festen Zinssätzen mit negativen Zinssätzen zu Immobilien wechselt, entsteht bald ein Preisdruck. Von Dritten gemietete Wohnungen können immer noch Einnahmen von etwa 2% generieren, was zu diesem Zeitpunkt deutlich besser ist als Bundesanleihen. Tendenz steigend. Laut der Analyse des Immobilienportals immowelt.de stiegen die Mietpreise in deutschen Großstädten von Ende 2019 bis Anfang 2020 um 12 Prozent.

Gleichzeitig könnten die Angebote erheblich sinken. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes gingen die Aufträge für die Bauwirtschaft im März gegenüber dem Vormonat und dem Vorjahr um mehr als 10 Prozent zurück. Dies kann auch die Mietrendite weiter erhöhen.

Es gibt jedoch auch Nachteile. Eine vermietete Immobilie macht Arbeit. Darüber hinaus berücksichtigen Makler und Anleger bei der Berechnung der Rendite im Allgemeinen nicht die unleugbaren Nebenkosten. Am wichtigsten ist jedoch, dass Immobilien nicht so einfach liquidierbar sind. Dies wird insbesondere dann zu einem Problem, wenn die Preise fallen.

Immobilienaktien

Immobilienaktien sehen hingegen ganz anders aus. Mit nur wenigen Klicks können Sie sie an jedem Handelstag kaufen und verkaufen. Aktien von sogenannten Bestandshaltern sind Wohnungen oder Häusern am nächsten, die fremdvermietet werden. Die meisten von ihnen haben sogar einige Mietwohnungen. Infolgedessen sind die Investitionen breiter gestreut. Zudem kann man auch kleinere Budgets finanzieren.

Immobilienaktien haben auch in Bezug auf die Rendite die Nase vorne. Die Dividendenrendite liegt in der Regel 3-5 Prozent höher als bei Direktinvestments, jedoch besteht auch das allgemeine Aktienrisiko. In der Coronakriese ist zb. Vonovia in der Spitze um ein Viertel eingebrochen. Schwache Nerven dürften hiermit bereits überfordert sein.

Häuser und Wohnungen

Etwas ähnliches mit Häusern und Wohnungen sind offene Immobilienfonds. Das sind Fonds die mehrere Immobilien erwerben und im Bestand halten. Anleger sollten hier jedoch genau wissen, in welche Art von Immobilien die entsprechenden Fonds investiert werden. Dies sind in der Regel Unternehmen wie Hotels oder Einzelhandelszentren, die es erst einmal relativ schwer haben sollten. Offene Immobilienfonds investieren dagegen seltener in Wohnimmobilien, dies gibt es aber auch. Nachteile sind schlechte Handelbarkeit. Die Fonds Anteile müssen erst mindestens zwei Jahre gehalten werden, zudem gibt es Kündigungsfristen von einem Jahr. Ein Handel über die Börse ist grundsätzlich möglich jedoch nur mit signifikanten Abschlägen.

Renditen von 1,5 bis zu 5 Prozent

Geschlossene Immobilienfonds haben noch weniger Spielraum. In der Regel müssen Anleger diese bis zur Fälligkeit mehrere Jahre halten. Da Immobilienfonds meist nur in wenige oder sogar nur eine Immobilie investieren, beispielsweise in Pflegeheime, treten häufig Klumpenrisiken auf. Die Kosten fallen in der Regel vergleichsweise hoch aus. Im Gegenzug versprechen sie normalerweise höhere Renditen als offene Immobilienfonds die etwa bei 1,5 Prozent bis 2 Prozent erzielen.

Mit Renditen zwischen 1,5 Prozent bis 5 Prozent sind Immobilieninvestitionen definitiv eine Alternative zu Anleihen oder zinslosem Gold. Darüber hinaus sind die Wertschwankungen geringer als die von Aktien ausgenommen die von Immobilienaktien.

Author:
Marco Feindler, M.A.
Geschäftsführer und Inhaber
Heidelberger Wohnen GmbH, Opelstr. 8c, 68789 St. Leon – Rot, https://www.heidelbergerwohnen.de

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